Hausaufgabenpraxis im Chemieunterricht
Vor dem Hintergrund eines positiven Zusammenhangs zwischen der Hausaufgabenanstrengung und der
Lernleistung (Schnyder, Niggli, Cathomas, Trautwein & Lüdtke, 2006) geht es in diesem Projekt um
die Frage, welche Rolle die Motivation bei der Bearbeitung von Hausaufgaben spielt und wie sie durch
die Art der Hausaufgaben beeinflusst werden kann. Basierend auf dem Erwartung-Wert-Modell der
Motivation (Wigfield & Eccles, 2000) sollen folgende Forschungsfragen untersucht werden: (1) Welche
Hausaufgabenarten, unterschieden nach Erwartungs- und Wertkomponente, wirken sich positiv auf die
Hausaufgabenmotivation aus? (2) Wie wirkt sich eine Variation der Erwartungs- und der Wertkomponente
der Motivation auf die Lernwirksamkeit von Chemiehausaufgaben aus? Zunächst werden dazu Hausaufgaben,
variiert nach ihrer kontextuellen Einbettung, ihrem Anforderungsniveau und dem Einbezug eines Experiments
von Schülerinnen und Schülern nach motivationalen Kriterien bewertet. In einem zweiten Schritt werden
die positiv bewerteten Hausaufgaben im Rahmen einer Interventionsstudie im Kontrollgruppendesign eingesetzt
und ihr Effekt auf den Lernerfolg überprüft. Zusätzlich erfolgt eine Fragebogenerhebung zum Vergleich von
Chemiehausaufgaben mit Hausaufgaben anderer Fächer (Trautwein & Lüdtke, 2007). Aus theoretischer Sicht
werden Erkenntnisse über die Rolle der Motivation für die Lernwirksamkeit von
Hausaufgaben erwartet, aus praktischer Sicht ein Beitrag zur optimalen Gestaltung von Hausaufgaben.

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